WeinNews - WIMMER-CZERNY, Demeterhof in Fels am Wagram, Austria

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WeinNews

SONNENWENDE - Weinbox - Abos
Liebe KundInnen und WeinfreundInnen,

 
Wir werden im Juni  zur Sonnwend 2021 auf unser Kellerdach eine 27KWp Sonnenstromanlage errichten, und am Kundenparkplatz vorm Haus eine Lademöglichkeit mit max. 11 A, um während des Weinverkostens das Auto gratis aufzutanken.
Durch den Kauf der SONNENWENDE-Weinbox (Weiss, Gemischt oder MAGNUMSs) oder SONNENWENDE-Wertgutscheine geniessen Sie eine Auswahl unserer biodynamischen Demeterweine, zB. 3 Boxen gestaffelt auf 3 Jahre, und können gleichzeitig an der notwendigen Energiewende entscheidend beitragen. Alternativ gibts auch das SONNENWENDE-Spezialpaket Rebpartnerschaft.
 
 
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Dieses Projekt ist uns eine Herzensangelgenheit, als Demeterbauer haben wir ja schon jahrzehntelange Vorarbeit geleistet:
   
  • Ab 2000 resourcenschonende Biolandwirtschaft, mittels Kompost wird lebendiger Humus und daher im Prinzip Kohlenstoff im Boden eingelagert. Alles ohne Kunstdünger und synthetische Chemie. (man kann Landwirtschaft extensiv und hochqualitativ oder intensiv und mit großer Mengenerwartung betreiben)
       
  • Ab 2003 Demeterlandwirtschaft - Die biodynamischen Präparate verbessern die Verdaung des Bodens zu Dauerhumus, insgesamt speichert der Boden, im Hofkreislauf (der Kompost kommt von Tieren vom Hof und geht wieder zurück auf die Futterflächen) gepflegt, wesentlich besser Wasser und Nährstoffe, in Klimawandelzeiten immer wichtiger.
  • Ab 2007 kam die Hauswārme nur mehr von Hackschnitzel aus regionalem Schadholz und Solarthermie,  die Heizöltanks flogen raus
  • 2015 erfolgte Hausisolierung und neue Fenster und der Verkostungsraum qstall.
  • Juni 2021 kommt die 27KWp Sonnenstromerzeugung und Ladesäule am Kundenparkplatz
  • Bis 2030 wollen wir schrittweise Mobilität u. Transport Fossiles mit Sonne zu ersetzen, die Traktoren könnten vorerst mit Pflanzenöl neutralisiert werden
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Zur Not hätten ja auch noch lernwillige motivierten Ochsen auf unserer Weide, und einen Kurs dazu bereits absolviert...
 

   
 
Spaß beiseite, die gesetzliche Rahmenbedingungen, um den Klimacrash zu vermeiden, haben sich gerade sehr verbessert, unser Land hat einen genauen 10jährigen Plan für Erneuerbare Energie im Parlament beschlossen, wir sind Teil einer breiteren österreichischen Welle für Photovoltaik, ansonsten würde das Projekt viel kleiner und vorsichtiger ausfallen, Stichwort Eigenverbrauch oder Coronakrise.
   
Photovoltaik war früher teuer und  passte nicht ins Netzsystem, im modernisierten länderübergreifenden Europanetz aber gleicht sich Flaute und Finsternis aber immer besser aus, wie die Statistik belegt. Die Speicherung durch Wasserkraft, Autos, aber auch Umwandlung in energiereiche Stoffe macht diese Technik immer alltagstauglicher, und in einem angepaßten Netzverbund zukünftig unverzichtbar, auch wirtschaftlich wegen der geringsten Erzeugungskosten aller Energiequellen.
     
Aber auch Sonnenstrommodule wurden dieses Jahr so erschwinglich wie nie, und die Pandemie ließ uns mehr Zeit zur Planung zukünftiger baulicher Bedürfnisse am Hof. Die Sonnenstromgewinnung wird  ohnehin unumgänglich und ist ökologisch sinnvoll. Als wir durch unseren befreundeten Musiklehrer Wolfi Lothka zur Crowdfoundingagentur CollectiveEnergy fanden, wurde die Idee im Kopf Realität, der Kampagnenstart ab 5.4.2021 bis etwa Mitte Mai festgelegt.
     
Die Rahmenbedingungen im Land für Investitionen zur angestrebten CO2-Neutralitāt wurden jetzt für uns Dachbesitzer plōtzlich deutlich aufgewertet, sowohl durch das ErneuerbareenergieGesetz der Regierung als auch neue EUvorgaben aus Brüssel:
     
Nachdem 2019 Ōsterreichs neue Bundesregierung beim Antritt einen klaren Pfad bis 2030 errechnete, wieviel erneuerbare Energie das Land ausbauen muß, um realistisch die Pariser Klimaziele erfūllen zu können, wurde es durch Einspeisebedingungen und Investitionsförderung wirtschaftlich gemacht, ein wenig mehr Photovoltaik aufs Dach zu bauen, als der Betrieb momentan verbraucht. Das Weingut Wimmer-Czerny will aber in den nāchsten Jahren auch zunehmend Diesel durch Sonnenstrom ersetzen, muß zukünftig vielleicht mehr kühlen, deswegen ist es zukunftsorientiert und auch wirtschaftlich, jetzt gleich grōßer zu bauen, als man es vor 10 Jahren gemacht hātte. Damals hätte man sicher zu klein gebaut, um ein Auto zu "tanken". Die geplanten 27 KWp zielen nicht auf den heutigen, sondern den Eigenbedarf von 2030. Im Energiemix der Zukunft soll der Sonnenstrom die fehlenden Lūcken fūllen, soviel geht, daher gilt es zukūnftig alle Dācher zu nutzen, was geht.
     
Die nötige Technik zum Fossilausstieg ist vorhanden, man muß es nur noch umsetzen und optimieren.
     
Unsere geplante investition ermöglicht also dem Wimmer-Czerny baldige CO2Neutralitāt und hilft dem Land zu mehr sauberer Energie, damit sinkt im Netz der Anteil an Kohlenstoffausstoßenden Strom. Die Energiekonzerne in Österreich planen die nächsten Jahre auch das Netz für kommende Erfordernisse anzupassen und zu erneuern, das ohnehin überaltet ist. Dezentraler Strom hat weniger Verlust, die Wertschöpfung ist regional und risikoärmer als bei fossiler Erzeugung wie bei Gas, seine Produktionskosten sind unschlagbar niedrig, alle Bürger profitieren langfristig. Was Österreich im Vergleich zu seinen Nachbarn gewaltig dabei hilft, ist seine Natur - die Wasserkraft, seit Jahrzehnten fast 3/4 des Stroms; aber man sollte sich auf sein Glück nicht zu stark verlassen angesichts globaler Erwärmung.
     
Jedes Zuwarten bei der Umstellung ist also nicht mehr angebracht, es ist momentan das allerwichtigste Projekt (für alle), loszukommen von der Fossilenergie. Der Pfad ist klar, der Weg ist frei, wir sind ein kleiner Teil dieses unausweichlichen globalen Technologiewandels. Je früher wir anfangen, umso mehr Zeit bleibt insgesamt für einen sanfteren Umbau des Energieverbrauchs, der zwingend wird ab 2030.
   

     
   
Bioweintrinken gehört zum Wandel auch dazu, wir Österreicher sind stolz auf Erfolg und Beispiel unseres Biolandbaus.
 
Ihr Weingut Wimmer-Czerny

 
Hans Czerny
Weinernte 2020 beendet...
Traubenernte 2020 soeben abgeschlossen:

  • am 23.Oktober wurden die vorletzten Trauben - vom Eiswein und Beerenauslese abgesehen - nach Hause gebracht und gepreßt. (Zweigelt sowie GV Weelfel, mit super Frucht)
  • Die Ernte begann langsam Mitte September mit dem Frühroten Floss, das Wetter war stabil mit einigen leichten Regengüssen und schöner Abkühlung, also ein Hauben und Jackenwetter, dazwischen und immer wieder schwere Regenfälle verursachten tagelange Wartepausen.
  • Die Menge war wieder gemä0igt, etwa 70 % einer Vollernte, was uns nicht so störte aufgrund der guten letzten Jahre. Die Säure war sehr schön, nur die Alkoholwerte sind heuer niedriger, auffällig ist die üppige Fruchtigkeit und straffe Säure heuer bei den Jungweinen. RoterVeltliner-Fans dürfen gespannt sein.
  • der Charakter der 20er Jungweine wirkt sehr klassisch-elegant, so wie Weissweinfreunde es von füher gewohnt waren. >>Jahrgangsverlauf...
  • Bis zum Sommer waren Krankheiten kein großes Thema, jedoch im Herbst kam die Peronospora ganz spät aber doch über die Triebspitzen und es gab vereinzelt Essigfliegen, eher neue Erscheinungen, besonders der Veltliner musste im Zuge der Handlese gut geputzt werden.
  • Der Frührote und der Sauvignon werden die ersten neuen 20er sein, wenn man neugierig ist.
Die ERNTE 2019...
  • 11.Oktober wurden die letzten Trauben - vom GV Weelfel - nach Hause gebracht und gepreßt. (Eine stolze 20 Grad Spätlese mit super Frucht und Säure)
  • Die Ernte begann langsam Mitte September mit dem Frühroten Floss, das Wetter war stabil mit einigen leichten Regengüssen und schöner Abkühlung, also ein Hauben und Jackenwetter.
  • Die Menge war gemä0igt, etwa 70 % einer Vollernte, was uns nicht so störte aufgrund der guten letzten Jahre. Die Säure war sehr schön und die Zuckerwerte gingen mühelos in die Höhe, auffällig ist die wunderbare reife Fruchtigkeit heuer bei den Jungweinen. RoterVeltliner-Fans dürfen gespannt sein.
  • der Charakter des 19ers wirkt konzentriert, fruchtig und gehaltvoll. Hochwertig. >>Jahrgangsverlauf...
  • Abgesehen von einigen Nestern mit Mehltau (Oidium) waren Krankheiten kein großes Thema, jedoch bei frühreifen Sorten etwas Mäuseschaden und Essigfliegen, eher neue Erscheinungen, weniger die Wespen. Einzelne Weingärten hatten doch reduzierte Triebe und Trauben durch Rehschäden im Mai, weil der Aufwuchs vor der Blüte so langsam war.
  • Der Frührote und der Sauvignon werden die ersten neuen 19er sein, wenn man neugierig ist.
SlowFood RoterVeltliner Donauterrassen PRESIDIO
RoterVeltliner anerkanntes Slowfood PRESIDIOprodukt
Bilder Schneckenpartie Vol1
Austrieb 2020
  • Aktuell findet zu Ostern 2020 der Knospenaustrieb statt, durch sehr kalte Nächte liegt Vegetation zeitlich im Mittel. Da die Augen noch tief in der Wolle lagen, sind bis jetzt keine Erfrierungen beim Wein, die Marillen jedoch sind frostreduziert.
  • Es ist äußerst trocken, ein ergiebiger Regen wäre sehr erwünscht, auch die Tiere fressen begierig unsere Begrünungen.

  • zu Ostern sind noch viele Augen in der Wolle, der Austrieb beginnt jetzt aber zügig

Neue 2019er-Weine abgefüllt ...
Empfehelnswerte Neuabfüllungen:
sowie schon seit einiger Zeit
Wenn Sie mehr Interesse haben, schauen Sie durch in unserm >>>WeinShop
Der neue Kostraum - "Qstall"
Besuchen Sie uns hier im Qstall ...
Q-stall >>> Kostraum: Umbau
Unser neuer Kostraum entsteht...
Bau-Stadien
Eröffnung zur Lange Nacht der Ö. Demeterhöfe
Kostraumeröffnung - am 18.Mai 2019, 16 - 24 Uhr
Winzerhof-Altbausanierung: Nachdem der jahrhundertealte Kuhstall authentisch umgebaut wird, sollte ab Frühling 2019 ein lichtdurchfluteter fußbodengeheizter Kostraum zur Verkaufsabwicklung zur Verfügung stehen.
Man kann innen oder bei Sonne im Hof sitzen, oder beides.

  • Im Sommer viel Chaos und Schutt, wir fanden unterm Putz alte Nischen und einen Herrgottswinkel, wird wieder sichtbar
  • Im Dezember kommen endlich die Portale und die Heizung

RoterVeltliner aus dem Steinfass
  • Wein aus dem Granitfass reift besonders viel mit Luft, weil die Faßwand sehr porös ist und jedes Monat muss oben ein Kübel Wein nachgefüllt werden. Aus dem Granit-Steinfass aus dem bayrischen Wald bei Passau kam der RoterVeltliner GRANIT 2018  in die Flasche. In einem Jahr Lagerzeit reifte es mit viel Sauerstoff  zu kräftig golodgelber Farbe, feinfruchtig und traubigem Aroma sowie ein  wenig Steinduft, im Abgang nicht zu breit mit feiner Säure. Er vereint  also Lebendigkeit mit gesettelter Reife und paßt besonders zu  traditionellen Herbstgerichten wie etwa Gansl oder als schneller Apero.

  • Traminer Trio 2018 - wurde zum Teil in Holz und auch im Tank ausgebaut, er hat schöne feine traubig-zitronige Traminerfrucht, am Gaumen rund und wuchtig, äußerst lagerfähig, sehr zeitlos
  • Riesling Weelfel 2018 - er dürfte mit Frucht und Eleganz u. Säure ein super Meeresfrüchte od. helles Fleisch Begleiter sein
Neuer 2019 FLOSS JUST ARRIVED !
Alle Jahre wieder kommt als erster auf die Flasche, einige Wochen vor Weihnachten, der Frührote Veltliner vom Weingarten FLOSS (Sanfter Hang entlang RiedenthalerStraße): duftige Frische, aber sanft und mild am Gaumen. Er vereint also Lebendigkeit mit Kultiviertheit und paßt besonders zu traditionellen Herbstgerichten wie etwa Gansl oder als schneller Apero.
Der FrühroteVeltliner ist als jahrhunderte alte Sorte von den Römern als MALVASIA im gesamten Mittelmeerraum verbreitet worden und ist ein Kind des RotenVeltliners und des Sylvaners. Er weist rosafarbene Beeren auf und beweist damit seine Abstammung, die frühe Reife hat er von der Sylvanerrebe.
Weiters sind gut gereifte 1 Jahr auf Feinhefe gelagerte Reserve/Weine abgefuellt >>>
Kellerrichtlinie des österr. Demeterbunds
Gültig ab 01.03.2014
RICHTLINIEN
KELLEREIWESEN
DEMETER ÖSTERREICH

ZUR VERWENDUNG VON DEMETER, BIODYNAMISCH UND DAMIT IN VERBINDUNG STEHENDEN MARKEN


Ziel
Standard
3.1

Herkunft des
Traubengutes





100% Demeter zertifizierte Trauben
3.2 Lese






Handlese. Trester muss nach Möglichkeit
zurück in den Weingarten
3.3
Kellereigeräte




Nutzung der
Schwerkraft wo
immer möglich
Pumpen mit geringen Zentrifugalkräften
3.4
Tanks




Natürliche
Materialien


Beton, Holzfässer, Porzellan, Steinzeug,
Edelstahltanks, Tonamphoren, Glas

Plastik

Plastikgefässe nur zur Zwischenlagerung,
nicht zur andauernden Aufbewahrung.
3.5
Physikalische
Massnahmen am
Produkt





Einsatz von Kälte und
Wärme zur Gärungssteuerung im Bereich des
natürlichen Gärverlaufs
3.6
Anreicherung
(Chaptalisation)



Zugabe von Zucker
Keine Zugabe
von Zucker
Zusatz von Zucker um den Alkoholgehalt um max. 1.5 Vol.% zu erhöhen
Demeter Zucker oder Demeter
Traubensaftkonzentrat, bei Nichtverfügbarkeit Bio-Zucker oder Bio-Traubensaftkonzentrat

Zugabe von Zucker zur
Versektung
(Schaumwein)

Demeter, oder wenn nicht verfügbar, Bio-
Zucker – um den Alkoholgehalt durch eine
weitere Fermentation um max. 1,5 Vol.% zu
erhöhen
3.7
Alkoholische Gärung



Hefen

Traubeneigene Hefe
3.8

Biologischer
Säureabbau





Nur indigene Milchsäurebakterien
3.9
Konservierung mit
Schwefel



SO2 total [mg/l] nach der
Abfüllung

Entsprechend der EU-BioVO
3.10
Weinsteinstabilisierung





Kaltstabilisierung durch natürlichen Witterungsverlauf, Zugabe von natürlichem Weinstein
3.11
Schönungsmittel


Organisch

Keine Schönungsmittel

Anorganisch

Bentonit, Aktivkohle pflanzlichen Ursprungs
3.12
Filtration





Schichtenfilter, Kieselgurfilter
3.13
Ansäuern und
Entsäuern




keine Säureregulation
Kalk
3.15
Hilfsstoffe bei Abfüllung





CO2, N2
3.16
Abfüllung





Glas
3.16.1
Verschlüsse





Glas, Naturkork, Schraubverschluss, Kronkorken
3.16.2
Erstöffnungsgarantie





Nitrosta-, Plastik- oder Zinnkapsel, Polycap, Siegellack oder Wachs
3.16.3
Deklaration





Etiketten gemäss den Bestimmungen des
österreichischen Weingesetzes und der Österreichischen Demeter Kennzeichnungsrichtlinien
Jeder zertifizierte Demeter-
Wein trägt den Hinweis auf Demeter und biodynamisch am Etikett. Priorität hat das orange-grüne Demeterlogo bzw. eine s/w-Variante im Negativ-oder Reliefdruck, mindest.
jedoch die Kennzeichnung mit "Demeter - biodynamisch" im Zusammenhang mit dem EU-Bio-Zeichen AT-Bio-xxx
3.17
Reinigung,Desinfektion




Räumlichkeiten und Gerätschaften
Wasser, Dampf, Schwefel, Schmierseife,
Natronlauge, Ozon, Peressigsäure,
Zitronensäure, gefolgt von Spülung mit Trinkwasser
Weinjahrgänge
Unsere jährlichen Kommentare zu  VegetationsVerlauf und Weinjahrgänge sowie Ereignisse am Hof: (18, 17, 16, 15, 14, 13, 12, 11, 10, 09, 08, 07, 06, 05, 04, 03, 02, 01, 00, 99, 98, 97, 95)
Beeerenauslesen und Eiswein
 
Trockenbeerenauslese und Eiswein
- Raritäten,  geerntet in Fels am Wagram
Beerenauslese-Trauben
Riesling Berenauslese
Eiswein - Jahrgänge
 
Alljährlich versuchen wir, 1 oder 2 Süßweine zu ernten, wenn Botrytis nicht funktioniert, wirds bestimmt was mit Eiswein !

 
1990, 1991, 1992, 1993, 1995, 1997,  1999, 2001, 2002, 2004,  2007, 2010, 2013, 2017  waren unsere Eisweinjahrgänge.

 
1998 Die ersten Novembertage 1998 brachten trockenen Wind und eine Wetterbesserung, welche ungeahnte Möglichkeiten eröffnete: mit dem Edelpilz Botrytis befallene Trauben trockneten rasch zu Rosinen ein. Seit 1995 war diese Möglichkeit nicht so umfangreich gegeben.
 
Wir nutzten die Gunst der Stunde und ernteten eine wunderschöne GrünerVeltliner-Trockenbeerenauslese, die jetzt durch den Duft reifer Williamsbirnen, Honig und grüne Sortendüfte gefällt, die Säure ist sehr schön und steht mit der Süße im Einklang. Sie lag 6 Monate  in einem Holzfaß und wurde September abgefüllt.
 
Die erstmalige Ernte dieser Rarität wird zu einem gewissen Teil in unsere Vinothek wandern, ab September werden aber doch einige Flaschen in Verkauf gehen. Siehe auch unter  Genaue Beschreibung in der Seite "Grüner Veltliner".
   
1999 Die letzten Novembertage 1999 brachten wieder trockenen Wind und eine Wetterbesserung, klare Nächte, und am Sonntag kam zum Vollmond auch der Frost: 34 Zuckergrade (ungefähr 34% Trockensubstanz) hatte der Most.  vom Gr.Veltliner Eiswein.
 
Siehe auch unter  Genaue Beschreibung in der Seite "Grüner Veltliner".
 
2000 Ende September wieder Regen, Nebel, warm - weitere Lesepause. Dann anfangs Oktober wieder Föhn und Wind , nun kamen sehr reife Weine mit potentiell 14 Vol% Alk und darüber: Gösinger Freiheit Riesling und VeltlinerReserve FelserBerg. Und da auf die Botrytiszeit etwa 14 Tage trockene kühlere Witterung folgte, konnte sich der Jahrgang 2000 als eines der Süßweinjahre im Donauraum einreihen: am 20. Oktober folgten Veltliner Beerenauslese und Riesling Trockenbeerenauslese mit 33 Grad !
   
  2001    Am 10.12. war Nachtfrost von -   8 Grad Celsius, wir warteten bis Montag, wo noch kälter prognostiziert wurde, und   wirklich kam bei - 11 Grad der Eiswein vom GrünerVeltliner mit   fast 40 KMW herein, zwar mit einer Mikromenge von nur 70 Liter, aber noch nie hatten wir   so konzentrierten Most in unserem Keller - eine Besonderheit ! Er schmeckt mit seiner   hohen Säure sehr angenehm und balanciert.
  
2002   Der Abschluss der    Lese erfolgte mit dem    EISWEIN vom Gr.Veltliner (34KMW) am 9.Dezember bei -10°C, witzigerweise der gleiche Montag wie im Vorjahr.    Es war noch 3 Tage lang kalt. Vorher war es lange sehr nass, aber kühl und wir    hatten die Trauben ausselektioniert. Die Menge war gut.
  Die Aromatik ist heuer sehr ausgeprägt bei ausbalancierter Säure.
   
2004    Mit den Prädikatsweinen zeigte sich der Jahrgang sehr günstig, diese      Raritäten gibt es aber erst ab September 2005 in der Flasche - gleichzeitig mit      den Reserveweinen. Am 19.November nach 2tägigem heftigen Wind schafften wir      durch genaues Auslesen endlich vom Gr.Veltliner eine Beerenauslese mit 30 Grad. Kurze Zeit später, am 26.November gelang      durch gutes Timing ein Gr.Veltliner Eiswein am 2.Tag von zwei      Frosttagen mit minus 8 Grad Celsius, mit schönen 27,5 °KMW.Die Prognose war      keine große Hilfe, unsere Wettererfahrungen seit 1990 umso mehr, was      besonders wichtig ist in Jahren mit nicht extrem tiefen Temperaturen.      Tatsächlich scheint es der einzig mögliche Termin heuer gewesen zu sein.

2007  war zwar ein warmes Jahr, aber der Gr.Veltliner-Eiswein gelang in der letzten Adventwoche mit 29 Grad Zucker, von der Prognose ließen wir uns nicht verwirren, Eisweinerfahrung seit 1990 half, einen günstigen Zeitpunkt zu nutzen, super Ausbeute, viele Fruchtaromen steigen aus dem Gärbehälter.

2010   Am 4.Dezember schließlich, kamen die gefrorenen GrünerVeltlinertrauben für den EISWEIN in die  Presse, etwas weniger als erhofft, aber immerhin. Tiefer Schnee und 10 Grad  minus konnten uns nicht bremsen, 32°Zucker und gute Säure versprechen gute  Anlagen. Es war eine Rarität von wenigen Flaschen von höchster Quallität.

2013    2 Süßweine gäten : Beerenauslese vom Riesling mit 25 Grad Zucker, von anfangs November sowie der GrüneVeltliner Eiswein von Ende November – mit 27  Grad KMW. Es hätte ruhig 2 Grad kälter sein können

Aufgrund der Klimaerwärmung haben wir uns entschlossen, mit den Eisweinen aufzuhören, da wir keine Traubenqualität garantieren können, die möglicherweise erst im Februar geerntet werden soll. Die Beerenauslesen sollen die Serie fortsetzen.

2017  Die Riesling Beerenauslese mit 29 Grad KMW wurde am 23.Oktober geerntet, wunderbare Säure und Aromen, wird ein sehr herausragendes Tröpferl. Am 2.Dezember wurde bei -9 Grad der GV Eiswein geerntet, exakt zu Vollmond, er gärt noch, intensive Düfte, wird nicht so schwer werden wie die Beerenauslese. Es war aber nicht so kalt wie erhofft, und nur kurz..
A-3481    Fels am Wagram
Kg
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