Das Wetter

D. Das Mikroklima

Hier Klicken für aktuelle Wetterbewegung der letzten 10 Tagewird bei uns vom Nordwesten bestimmt, unsere "Wetterseite", sie bringt feuchte Luft vom Atlantik. Nur selten gelangt eine Tieffront vom Mittelmeer (Adriatief) aus dem Süden über die Alpengipfel bis zu uns. Oft gewinnt auch ein kontinentaler pannonischer trockener SüdOstWind an Einfluß: im Herbst erwünscht - der warme trockene Wind fördert die Traubenreife. Der Kontinentaleinfluß schafft im Spätherbst oft auch ein Hoch, welches Kälte (EISWEIN) und Frost bringt (deshalb kann bei uns keine Rebe in der Ebene gedeihen). Der Blick zur Wetterseite fällt auf eine bewaldete, höher liegende (600 - 1000 m) Region, genannt "Waldviertel", welche rauhe Winde und viele Unwetter abschirmt, was verminderte Niederschläge, jedoch milderes Klima zufolge hat. Abends strömt von den waldigen Höhen kühlere Luft ins tiefer liegende Donautal über die Rebhänge, die bei Tag die sonnige warme Thermik nach oben genossen, durch diesen Wechsel Kalt - Warm werden die Fruchtaromen ausgebildet wie sonst nur in wenigen Regionen. Durch diese Tag-Nacht-Schwankungen sind die Hanglagen säurebetonter und fruchtiger als die Tieferen.

Höhere Lagen sind säurebetonter und werden später geerntet.

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E. Die Regenmenge

 

beträgt normal etwa 500 mm. (Jedoch waren die Jahre 1990 bis 1995 extrem trocken und die folgenden 4 Jahre sehr naß, 2000 war 20 % unter dem Durchschnitt. Die Extreme sind die Herausforderung. Für aktuelles siehe unter  Weinnews.

Unser Hauptniederschlag fällt üblicherweise Juni , Juli und August in der Hauptvegetation. Ein warmer trockener September ist das Beste für die Traubenreife. Es gibt trockene Jahre (1990 - 1995), wo es nur 300 mm und weniger regnet (1994 - 260 mm), da sind ältere Weingärten im Vorteil. Unsere tiefgründigen Böden (Löss) ebenfalls, sowie Rebunterlage (Tiefwurzler), aber besonders biologische Wirtschaftsweise hilft der Rebe, im Boden aktiv tiefliegende Resourcen sich anzueignen.

Ich glaube, auf unseren tiefen Lößböden in Fels auch ohne Bewässerung das Auslangen zu finden.

Humus ist das wichtigste Element im Boden für Speicherung und Pufferung von Wasser und Nährstoffen !

Die meisten Frühjahre erlauben üppige Begrünungsmischungen (deshalb werden Katastrophenregen bei uns nicht zur Erosionsbelastung) . Die Wurzeln und Biomasse wirken wie ein Nährstoffschwamm, der langsam freigibt, was vonnöten ist, aber alles zurückhält, was sonst weggeschwemmt würde (Wasser, Nährstoffe). Gasaustausch funktioniert auch tiefer, so kann auch die Rebwurzel tief eindringen.

Wenn das Wasser extrem mangelt, schneiden wir die Graswurzeln ab, brechen wir die Kapillaren, mit einem speziellen Untermulchbodenlockerer, ohne den Boden umzudrehen und belassen so viel Hohlräume. Bei neuerlichem Regen können die Wurzeln sofort wieder neue Pflanzen regenerieren und große Gewitterregen werden durch Hohlräume und Pflanzenteile besser aufgefangen und zum Versickern gebracht .

 Pflanzen einzusäen ,mehrmals im Jahr, um immer etwas Blühendes vorzufinden, fördert auch Insekten und dadurch deren Verzehrer, ist in vielfacher Weise förderlich.

Die letzten Jahrgänge waren der beste Beweis für den Erfolg dieser Strategie auf Bodenverhältnissen des Wagrams - auch  in extremen Jahren - gute Weine zu machen.

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F. Die Jahrestemperatur

Beträgt zwischen 9 und 10 Grad Celsius im Durchschnitt und ist durch Tag-Nachtschwankungen geprägt. Besonders kühle Nachtemperaturen zur Reifezeit verhelfen den Beeren zu besonderen Aromen.

In den letzten 20 Jahren verlagerte sich die Blütezeit langsam nach vorne auf durchschnittlich anfangs Juni.

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