Riesling

wpe5F.jpg (7050 Byte)Die Rieslingrebe hat 12% Anteil an unserem Betrieb und wurde in den Jahren 1990 bis 1992 ausschließlich in den obersten Bereichen unseres Weingebirges (300 bis 350 m Seehöhe) auf karge trockene Böden gepflanzt, auf einem Sockel aus Gföhler Gneis liegen marine Sande oder Donauschotter aus dem Tertiär.

Es ist unser Ehrgeiz, den besten Riesling des Wagrams zu machen. Besonders Marillenaromen und reife Säure waren in den letzten Jahren in unsrem Riesling zu beobachten.

Weelfel 2015

 Riesling    

 

Wein:
Farbe helles Gelb-Grün, Duft zuerst etwas Citrus, dann nach Pfirsich und besonders Marille, mineralische Feuersteinnoten. Am Gaumen schöne Lebendigkeit und mit fruchtiger Leichtigkeit und Eleganz, balanciert, kein saurer Riesling, extraktreich, reif.
Trauben:
            reife Riesling-Trauben mit 18,2 Grad KMW , vorwiegend gesunde Beeren
Weinbergslage:
            Ried "Weelfel" in Gösing, Gemeinde Fels am Wagram
Boden:
Mosaikartig verschieden: Unterboden sind tertiäre Meeressande (auch Sandsteine mit Makrofossilien), lagern auf Urgesteinssockel (GföhlerGneis) auf, obenauf vermischt (Hangrutschung) mit Ur-Donauschotter. Westlich auch Ton und Schlier. Östliche Teile sind tlw. von Löss bedeckt, welcher im andern Teil durch Erosion weggeschwemmt worden ist, sodaß Unterboden frei wurde.
Exposition:
            ganz oben am Hang des "Hengstbergs", Südausrichtung, terrassenartig steil ansteigendes Gelände mit "Gstetten" (Ökoinseln) dazwischen: vor allem Schlehdorn- Holunder u. Hagebuttensträucher, der Hengstberg ist der Südostausläufer der Böhmischen Masse (Granitscholle), die öfters an Meeresarme brandete
Weingarten:
            1991 gepflanzte Anlage, Bogenschnitt und hohe schlanke Laubwand, ca.4000 Pflanzen/ha
Ertrag:
            30 hl pro ha
Ernte:
           1.Oktoberwoche handgelesen in 600l Lesekisten
Weinbereitung:
            Ganze unbeschadete Trauben mittels Schwerkraft in die Weinpresse befüllt, schonende pneumatische Pressung, danach Tonerdeschönung, Mostvorklärung durch 4 h Stehenlassen, langsame kühle Gärung mit eigener bodenständiger Hefe in Stahltank, Vollfüllen, später 1.Abstich und 2monatiger Ausbau auf dem Feintrub, Grobfiltration Februar, Mitte März Füllung in Flasche
Weinentwicklung:
            duftige Primäraromen schon nach Füllung, ab Herbst jedoch mehr Steinobstaromen und ausgewogener am Gaumen
Trinkoptimum:
            ab April, 2 bis etwa 3 Jahre lebendige Frucht, duftig und jetzt zu trinken
Analyse:
            Alk 12,0 % Säure 6,1 g/l    Restzucker 7,8 g/l

 

GösingerFreiheit 2009

Riesling Reserve  

 Wein:
            Farbe helles Gelb-Grün, expressiver vielschichtiger Duft nach Ananas und Steinobst, auch etwas Orangen. Am Gaumen fruchtige Marillennoten. sehr traubig, fleischig-saftiger fruchtbetonter Riesling, extraktreich, reif, sehr lang im Abgang ausklingend.
Trauben:
            vollreife Riesling-Trauben mit 20 Grad KMW, vorwiegend gesunde Beeren
Weinbergslage:
            Ried "Weelfel" und "Fumberg"in Gösing, Gemeinde Fels am Wagram und "Spiegel"
Boden:
trockeneres kühleres Terroir dieser 3 Standorte: tertiäre Meeressande (auch Sandsteine mit Makrofossilien) lagern auf Urgesteinssockel (GföhlerGneis) auf, tlw. Löss und Ur-Donauschotter
Exposition:
            Ganz oben am Hang des "Hengstbergs"(370 m), Südausrichtung, terrassenartig steil ansteigendes Gelände mit "Gstetten" (Ökoinseln) dazwischen: vor allem Schlehdorn, Holunder u. Hagebuttensträucher, der Hengstberg ist der Südostausläufer der Böhmischen Masse (Granitscholle), die im Tertiär mehrmals an Meeresarme brandete
Weingarten:
            1991 gepflanzte Anlagen, Bogenschnitt und hohe schlanke Laubwand, ca.4000 Pflanzen/ha
Ertrag:
            15 hl pro ha, wegen Selektion besonders geringe Ausbeute pro Fläche
Ernte:
            Mitte November handgelesen, nur ausgewählt perfekte Trauben kamen in die Lesekisten
Weinbereitung:
            Ganze Trauben mittels Schwerkraft in die Weinpresse befüllt, schonende pneumatische Pressung, danach Tonerdeschönung, Mostvorklärung durch 4 h Stehenlassen, langsame kühle Gärung mit eigener bodenständiger Hefe in Stahltank, Vollfüllen, später 1.Abstich und 2monatiger Ausbau auf dem Feintrub, Juli Füllung in Flasche
Weinentwicklung:
            feine Rieslingaromen schon nach Füllung, ab Herbst jedoch mehr Pfirsich-Marille und ausgewogener am Gaumen, Extrakt-Säure ausgewogener, interessante Zukunft ab Winter
Trinkoptimum:
            ab Herbst , dann einige Jahre sehr fruchtig, später reiferer Riesling, aufgrund Extrakt dürfte er seine Frucht sehr lange bewahren
Analyse:
          
Alk 12,5 % Säure 6,5 g/l    Restzucker 14,5g/l

Trockenbeerenauslese 2000        

vom Riesling  

TBA98.jpg (9396 Byte)Wein: Farbe helles Gelb-Gold, feinfruchtiger vielschichtiger Duft, zuerst nach Marillen, Nuß, Orangen, dann eröffnen sich die Spätlese- Aromen nach Honig. Am Gaumen viel Kraft, abwechslungsreiches Spiel zwischen Säure und Restzucker, hohe Konzentration, komplex, fein, nicht mostig sondern eindeutig Wein.
Trauben:
            hochreife GrünerVeltliner-Trauben mit 34 Grad KMW, ausschließlich vollständig gefrorene Beeren ausgelesen
Weinbergslage:
            Ried "Fumberg" in Gösing, Gemeinde Fels am Wagram
Boden:
            20 m tiefgründiger Lößboden, 42% Kalk, sandiger Lehm, wenig Humus
Exposition:
            Oberer Hang, Südlage, terrassenartig ansteigendes Gelände mit "Gstetten" (Ökoinseln) dazwischen
Weingarten:
            12jährige Reben
Ertrag:
            10 hl pro ha
Ernte:
            am 26. November handausgelesen, vollständändig gefrorene Beeren kamen in die Kübel der Leser
Weinbereitung:
            ganze Trauben in die Weinpresse befüllt, schonende Pressung, danach Tonerdeschönung, Mostvorklärung durch 4 h Stehenlassen, langsame Gärung bei 20 - 23 Grad mit eigener bodenständiger Hefe in Stahltank, Vollfüllen, später 1.Abstich und 2monatiger Ausbau auf dem Feintrub, Grobfiltration Juli, August Füllung in Flasche, ab September 2000 im Verkauf
Weinentwicklung:
            feine Primäraromen schon nach Füllung, ab Herbst/Winter jedoch kommt Marillen- und Honigkomponente erst richtig, braucht gewisse Flaschenlagerung, entwickelt sich ständig weiter, ,kein spezieller Zeitraum, Ausbaufähigkeit
Trinkoptimum:
            ab 1 -2 Jahre bis ?, sehr langlebig, Haltbarkeit min. 20 Jahre, zeitloser Wein
Analyse:
            Alk 10,5 %      Säure 12,7 g/l    Restzucker 230 g/l